Rezension: Slow Horses von Mick Herron

Werbung | Rezensionsexemplar Jackson Lamb furzt ungeniert in der Öffentlichkeit, ist übergewichtig, sarkastisch und vollkommen unberechenbar. »Kannst du dich an Sam Chapman erinnern?« fragt Nick Duffy, Chef der »Dogs« des britischen Secret Service und fährt fort: »Bad Sam hat mal gesagt, er würde niemanden fürchten außer übergewichtigen Typen mit Mundgeruch und schlechtsitzenden Hemden. Wissen Sie, warum? Weil alle Jubeljahre einer davon mal Jackson Lamb sein könnte.« Lamb ist außerdem Ex-MI5 Agent und – offensichtlich – eine lebende Legende. Sein Autor, der Brite Mick Herron, hat für seine Spionage Thriller- Serie um Jackson Lamb bereits diverse Preise und Auszeichnungen erhalten. Für

weiterlesen

Rezension: Das weibliche Prinzip von Meg Wolitzer

Werbung ⎜Rezensionsexemplar In der Sunday Book Review der New York Times vom 30. März 2012 erschien ein Essay mit dem Titel The Second Shelf von Meg Wolitzer. Sofort springt die Referenz auf Simone de Beauvoirs Standardwerk der feministischer Literatur Le Deuxième Sexe ins Auge. »On ne naît pas femme, on le devient.«, schrieb Beauvoir 1949. Wolitzer überträgt das Beauvoir’sche Konstrukt des gemacht-werdens-zu in ihrem Essay auf den Literaturbetrieb. Warum ist in unserer Gesellschaft »gute, anspruchsvolle« Literatur noch immer eine männliche dominierte Sphäre? Warum wird Frauenliteratur (nicht zu wechseln mit den Schnellleseromanen, wie man sie aus der Zeitschriftenabteilung im Supermarkt kennt) noch immer in das untere

weiterlesen

The Word is Murder
von Anthony Horowitz

[Werbung/kein Auftrag] Ausgelesen um kurz nach Mitternacht: The Word is Murder von Anthony Horowitz. Dass ich auch dieses Buch von Horowitz mochte und, wären mir die Augen nicht zugefallen, in einem Rutsch durchgelesen habe, ist kaum verwunderlich, denn das, was ich von dem britischen Schriftsteller kenne, gefällt mir eigentlich immer:

weiterlesen

Mein Sommerduft: Eau de Citron Noir von Hermès

[Werbung/ PR SAMPLE] Parfum im Sommer? Aber ja! Die neue Duftlancierung von Hermès mit dem sommerlichen Namen Eau de Citron Noir ist so herrlich luftig und frisch, dass ich gewillt bin, das Cologne aus dem französischen Luxushaus bereits jetzt zu meinem Sommerduft des Jahres zu küren. Und das, obwohl der Sommer noch nicht einmal angefangen hat!

weiterlesen

Vier Bücher im April

Vier Kurzrezensionen zu Romanen, die in den vergangenen Wochen auf meinem Schreibtisch gelandet sind: »Der restliche Sommer« von Max Scharnigg, »Die Lichter unter uns« von Verena Carl, »Der Zopf« von Laetitia Colombani und »So sprach Achill« von Alessandro Baricco. 

weiterlesen

Master of Suspense // Henry James

In fremden Tagebüchern lesen? Undenkbar, ein Tabubruch sondergleichen. Aber so reizvoll, stehen in Tagebüchern doch zumeist die intimsten Gedanken eines Menschen. Dennoch: Verboten. Ein erdachtes Tagebuch hingegen ist etwas völlig anderes. Es erlaubt das voyeuristische Schmökern in den persönlichsten Gedanken eines fremden Menschen; ganz und gar ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Und wenn dieses fiktive Tagebuch noch dazu aus der Feder eines gewissen Henry James stammt, dann sind zwei Dinge gewiss: Der brillante Stil und die psychologische Raffinesse.

weiterlesen

Pfirsich, Ahoi!
Dr. Hauschka Pflegeroutine

Die Kälte stach, der Wind pfiff. Das Wetter schlug in den ersten Tagen des Frühlings wahre Kapriolen. Der Regen, der ausdauernd fiel, wusch allmählich alle Farbe aus meinem Gesicht; mein Spiegelbild blickte mich fahler und fahler an. So weit, so normal. Aber: Ausgerechnet das Bloggen über Elixiere, die allesamt versprachen jünger, schöner und (in gesellschaftlich-konstruierter Konsequenz) glücklicher zu machen, verwandelten mich nach und nach in einen Pflege-Minimalisten. Im März zwang mein kalkweißes Ich mich jedoch das (kostengünstige) Duo aus seifenfreier Waschlotion und einer parfümfreien Basispflege ernsthaft in Zweifel zu ziehen.

weiterlesen

»Übersetzen ist mein Ding«

Die Lektüre wie vieler Bücher, darunter großer Werke der Weltliteratur, wäre mir verwehrt geblieben, gäbe es keine Übersetzungen? Da ich weder Russisch, noch Japanisch, noch Italienisch spreche, hätte ich weder Der Meister und Margarita von Bulgakov, noch Naokos Lächeln von Murakami oder Wenn ein Reisender in einer Winternacht von Calvino jemals lesen können. Fast jede zweite literarische Neuerscheinung ist heute eine Übersetzung, ein Blick ins Bücherregal bestätigt das. Es gibt Verlage, die bei Rezensionen zu Neuerscheinungen, sollte es sich dabei um eine Übersetzung handeln, explizit auch die namentliche Nennung des Übersetzers, erbitten. Zu Recht! Mit großem Können und Sachverstand, mit viel Geduld und Herzblut

weiterlesen