kurz & knapp | Kurzrezensionen | Scharnigg Carl Colombani Baricco | Nr. 04/2018

Vier Bücher im April

Vier Kurzrezensionen zu Romanen, die in den vergangenen Wochen auf meinem Schreibtisch gelandet sind: »Der restliche Sommer« von Max Scharnigg, »Die Lichter unter uns« von Verena Carl, »Der Zopf« von Laetitia Colombani und »So sprach Achill« von Alessandro Baricco. 

Dr. Hauschka Pflegeroutine Reinigungscreme Gesichtstonikum und Nachtserum

Pfirsich, Ahoi!
Dr. Hauschka Pflegeroutine

Die Kälte stach, der Wind pfiff. Das Wetter schlug in den ersten Tagen des Frühlings wahre Kapriolen. Der Regen, der ausdauernd fiel, wusch allmählich alle Farbe aus meinem Gesicht; mein Spiegelbild blickte mich fahler und fahler an. So weit, so normal. Aber: Ausgerechnet das Bloggen…

Das Tagebuch eines Mannes von fuenfzig Jahren von Henry James

Master of Suspense // Henry James

In fremden Tagebüchern lesen? Undenkbar, ein Tabubruch sondergleichen. Aber so reizvoll, stehen in Tagebüchern doch zumeist die intimsten Gedanken eines Menschen. Dennoch: Verboten. Ein erdachtes Tagebuch hingegen ist etwas völlig anderes. Es erlaubt das voyeuristische Schmökern in den persönlichsten Gedanken eines fremden Menschen; ganz und…

Interview mit Jenny Merling Dipl.-Literaturübersetzerin

»Übersetzen ist mein Ding«

Die Lektüre wie vieler Bücher, darunter großer Werke der Weltliteratur, wäre mir verwehrt geblieben, gäbe es keine Übersetzungen? Da ich weder Russisch, noch Japanisch, noch Italienisch spreche, hätte ich weder Der Meister und Margarita von Bulgakov, noch Naokos Lächeln von Murakami oder Wenn ein Reisender in einer Winternacht von…

Leinsee
von Anne Reinecke

Liebe Literaturkritiker, habt ihr Anne Reineckes »Leinsee« nicht gelesen? Bisher keine Rezensionen in den großen Feuilletons. DIE ZEIT schweigt, die FAZ tut es ihr gleich. Auch die Stichwortsuche bei Perlentaucher führte ins Leere. Lasst es euch gesagt sein, liebe Feuilletonisten: Ihr habt etwas verpasst!

Neues Hermès Parfum Twilly

Twilly d’Hermès

Hermès. Kaum ein Name weckt so viele Assoziationen wie der des französischen Luxushauses, nicht wahr? Ich denke vor allem an Grace Kelly (ich liebe sie in Alfred Hitchcocks Das Fenster zum Hof), Jane Birkin (Je t’aime … mon non plus) und an sündhaft schöne (und teure)…

Henry James | Washington Square | Literaturblog | ktinka | Rezension

Washington Square von Henry James

Um es gleich vorweg zu sagen: Von Henry James kommt man nicht mehr los. Mein #JamesFever begann mit Die Kostbarkeiten von Poyton. Als der letzte Satz gelesen war, klappte ich das Buch zu und atmete tief durch. Obwohl ich viel lese, hatte der Roman eine Herausforderung…

Iwan Turgenjew | Väter und Söhne | dtv | Russische Literatur

Kleines Autorenportrait von Iwan Turgenjew

Weiter geht es mit meiner kleinen Reihe über die russische Literatur. Auf Russland eingestimmt, bin ich allemal. Während ich diese Zeilen tippe, stecke ich noch tief in der Lektüre des Romans »Ein Gentleman in Moskau« des amerikanischen Schriftsteller Amor Towles und nebenher spielen die Klavierstücke von…

Édouard Louis - Im Herzen der Gewalt (S.Fischer Verlag) | Nell Leyshon - Die Farbe von Milch (Eisele Verlag)

Sprach(GEWALT)ig: Louis & Leyshon

Im Herzen der Gewalt aus der Feder des jungen französischen Schriftsteller Édouard Louis und Die Farbe von Milch der britischen Dramatikerin und Autorin Nell Leyshon sind keine Bücher, mit denen man es sich lauschig macht. Beide Romane erzählen alptraumhafte Geschichten. Dennoch gehören sie zu jenen Büchern, die in…

Topkapi von Eric Ambler

Die Romane des britischen Schriftstellers Eric Ambler, Jahrgang 1909, sind so spannend und subtil wie die Filme von Alfred Hitchcock. Bei Hoffmann und Campe ist der Roman/Spionagethriller »Topkapi« (1962) jetzt in gebundener Ausgabe wieder erhältlich.

Russische Literatur | Nikolai Gogol | Der Mantel | Petersburger Erzählungen | ktinka.com

Kleines Autorenportrait von Nikolai Gogol

Ein Psychoanalytiker hätte an Nikolai Gogol seine helle Freude gehabt. Es sollte das Adjektiv gogolesk geben. Von allen russischen Schriftstellern ist mir Nikolai Gogol der rätselhafteste. Seinen Freunden galt Gogol als merkwürdig, wunderlich und mitunter auch schwierig. Gogols Leben in drei knappen Worten: Literatur, Ruhm und der Teufel. Erl ist ein Mysterium, ist selbst ein »ungelöstes Rätsel«, wie der russische Philosoph Berdjajew das Werk des Erzählers, das heute zur großen Weltliteratur zählt, nennt.

Bernhard Schlink | Olga | Roman | Diogenes

Olga von
Bernhard Schlink

Lang ersehnt, steht er nun endlich in den Regalen: Der neue Roman von Bernhard Schlink. In Olga erzählt Bernhard Schlink die Geschichte einer starken Frau und einer großen Liebe. Schlinks Hauptfigur Olga ist klug und äußerst wissbegierig. Anders als andere junge Frauen, hat sie nicht nur Mode…

Henry James | Die Kostbarkeiten von Poynton | Manesse | Roman

Die Kostbarkeiten von Poynton von Henry James

Ein geschmackloses Souvenir, eine profane Wandbekleidung, ein stilloses Möbel. Alles Unästhetische vermag Adela Gereth, eine der Hauptfiguren aus Henry James‘ »Die Kostbarkeiten von Poynton« seelische Pein und beinahe körperliche Schmerzen zu verursachen. Ihr Besuch bei den Brigstocks in Waterbath gleicht deshalb dem Durchschreiten der von Dante…

Die vier besten Bücher 2017

Zu Weihnachten ein Buch!
Oder zwei oder drei!

»Du liest komische Bücher«, bemerkte vor vielen Weihnachten eine Freundin, ihr Weihnachtsgeschenk skeptisch in den Händen haltend. Ich hatte ihr »Die Kameliendame« von Alexandre Dumas geschenkt. Ein kleines-großes Stück Literaturgeschichte, das mich wenige Wochen zuvor hat Rotz und Wasser heulen lassen. Ein Buch zu verschenken ist,…

Leere Herzen von Julia Zeh | Rezension | Luchterhand

Leere Herzen von Juli Zeh

In Leere Herzen von Juli Zeh ist die Demokratie in Deutschland passé. Die „Besorgte-Bürger-Bewegung“ regiert das Land, die EU zerfällt, die Nato ebenfalls. Eine Zeit, in der das Unternehmen  von Britta und ihrem Geschäftspartner Babak floriert. Es trägt den harmlosen Namen „Die Brücke“, scheint an…

Rezension | Daniel Kehlmann | Tyll | Roman | Gegenwartsliteratur

Tyll von Daniel Kehlmann

In seinem Roman Tyll versetzt Daniel Kehlmann die Figur des berühmten und legendären Narren und Spaßmachers Tyll Ulenspiegel – besser bekannt als Till Eulenspiegel – in das frühe 17. Jahrhundert; mitten hinein also in die Frühe Neuzeit und die grässlichen Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Kehlmanns »Tyll« – Spaßmacher oder Soziopath? Da…