Master of Suspense // Henry James

In fremden Tagebüchern lesen? Undenkbar, ein Tabubruch sondergleichen. Aber so reizvoll, stehen in Tagebüchern doch zumeist die intimsten Gedanken eines Menschen. Dennoch: Verboten. Ein erdachtes Tagebuch hingegen ist etwas völlig anderes. Es erlaubt das voyeuristische Schmökern in den persönlichsten Gedanken eines fremden Menschen; ganz und gar ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Und wenn […]

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Washington Square von Henry James

Um es gleich vorweg zu sagen: Von Henry James kommt man nicht mehr los. Mein #JamesFever begann mit Die Kostbarkeiten von Poyton. Als der letzte Satz gelesen war, klappte ich das Buch zu und atmete tief durch. Obwohl ich viel lese, hatte der Roman eine Herausforderung dargestellt: Wenig Handlung. Die Sätze lang, mäandernd. Und doch! Der […]

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Die Kostbarkeiten von Poynton von Henry James

Ein geschmackloses Souvenir, eine profane Wandbekleidung, ein stilloses Möbel. Alles Unästhetische vermag Adela Gereth, eine der Hauptfiguren aus Henry James‘ »Die Kostbarkeiten von Poynton« seelische Pein und beinahe körperliche Schmerzen zu verursachen. Ihr Besuch bei den Brigstocks in Waterbath gleicht deshalb dem Durchschreiten der von Dante beschriebenen Vorhölle und aller neun Höllenkreise. »Das Haus war absonderlicherweise voller […]

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Vernunft und Gefühl von Jane Austen

Das spannendste Gesellschaftspiel im viktorianischen Englang war die Jagd nach einer guten Partie. Vermögen, Ansehen und Rang sind wichtige Kriterien bei der Wahl des zukünftigen Ehepartners. »Vernunft & Gefühl« (Manesse) erzählt die Geschichte von Marianne und Elinor Dashwood, zweier Schwestern, die ungleicher nicht sein könnten. Marianne Dashwood ist romantisch und sehr gefühlsbetont. Elinor Dashwood dagegen […]

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