Kategorie: Roman

Tyll von Daniel Kehlmann | Rezension

Tyll von
Daniel Kehlmann

In seinem Roman Tyll versetzt Daniel Kehlmann die Figur des berühmten und legendären Narren und Spaßmachers Tyll Ulenspiegel – besser bekannt als Till Eulenspiegel – in das frühe 17. Jahrhundert; mitten hinein also in die Frühe Neuzeit und die grässlichen Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Kehlmanns »Tyll« – Spaßmacher oder Soziopath?  …

Romeo oder Julia von Gerhard Falkner

Gerhard Falkner ist von Hause aus Lyriker. Sein Roman »Romeo oder Julia« ist für den Deutschen Buchpreis nominiert, der morgen verliehen wird. »Romeo oder Julia« – der Roman ist anders und etwas speziell. Worum geht es in Romeo oder Julia? Der Schriftsteller Kurt Prinzhorn reist…

Rezension | Madeleine Thien | Sag nicht, wir hätten gar nichts | Luchterhand Verlag

Sag nicht, wir hätten gar nichts von Madeleine Thien

In »Sag nicht, wir hätten gar nichts« spannt Madeleine Thien den Bogen vom China der 1940er Jahre bis in unsere Zeit. Im Zentrum stehen zwei eng miteinander verbundene Musikerfamilien und ihr, mit den politischen Wirren des Landes verwebtes, Schicksal. Die Schriftstellerin Madeleine Thien wurde 1974 in…

Schlafende Sonne von Thomas Lehr

»Schlafende Sonne« von Thomas Lehr ist kein Buch für den Urlaub, kein Buch, das man vor dem Einschlafen liest und erst recht kein Buch für Zwischendurch. »Schlafende Sonne« ist mehr als anspruchsvoll, es ist abstrakt und eine Willensanstrengung für den Leser. Und dennoch: Kauft dieses…

Amélie Nothomb - Töte mich

Töte mich
von
Amélie Nothomb

»Töte mich« heißt der neue Roman von Amélie Nothomb (Diogenes) und der Name ist Programm: Die 17-jährige Sérieuse verlangt von ihrem Vater sie zu erschießen. In Übereinstimmung mit einer scheinbar wahnwitzen Prophezeiung.   Amélie Nothomb – die ich aus unerfindlichen Gründen immer mit Fred Vargas…

Die Geschichte der getrennten Wege von Elena Ferrante

Endlich! Wer vom #ferrantefever gepackt wurde, kann aufatmen: Der dritte Band der neapolitanischen Saga von Elena Ferrante »Die Geschichte der getrennten Wege« ist bei Suhrkamp erschienen. Ich habe die mehr als 500 Seiten verschlungen. V-e-r-s-c-h-l-u-n-g-e-n. Elena Ferrantes Stil ist, wie bereits in den beiden vorherigen…

Shakespeare Adaption: Hexensaat von Margaret Atwood

Margaret Atwood adapiert in »Hexensaat« (Knaus Verlag) William Shakespeares »Der Sturm« auf grandiose und fesselnde Weise. Ein absoluter Pageturner! Felix Phillips steckt mitten in den fieberhaften Vorbereitungen zur Aufführung von William Shakespeares Stück Der Sturm, als ihn eine infame Intrige seines engsten Mitarbeiters Tony vom…

Alessandro Baricco - Die junge Braut

Die junge Braut
von Alessandro Baricco

Anarchie, Anarchie! Ich stelle mir vor, wie Gérard Genette, der Großmeister der Erzähltheorie, ob Alessandro Bariccos neuem Roman »Die Junge Braut« (Hoffmann & Campe) reagiert hätte. Hätte er applaudiert? Hätte er ein leises ‚tztztz‘ gezischt? Man hätte vorgewarnt sein können, denn Baricco lehrt an einer…

Vernunft und Gefühl von Jane Austen

Das spannendste Gesellschaftspiel im viktorianischen Englang war die Jagd nach einer guten Partie. Vermögen, Ansehen und Rang sind wichtige Kriterien bei der Wahl des zukünftigen Ehepartners. »Vernunft & Gefühl« (Manesse) erzählt die Geschichte von Marianne und Elinor Dashwood, zweier Schwestern, die ungleicher nicht sein könnten.…