Kategorie: Roman

Leinsee
von Anne Reinecke

Liebe Literaturkritiker, habt ihr Anne Reineckes »Leinsee« nicht gelesen? Bisher keine Rezensionen in den großen Feuilletons. DIE ZEIT schweigt, die FAZ tut es ihr gleich. Auch die Stichwortsuche bei Perlentaucher führte ins Leere. Lasst es euch gesagt sein, liebe Feuilletonisten: Ihr habt etwas verpasst!

Henry James | Washington Square | Literaturblog | ktinka | Rezension

Washington Square von Henry James

Um es gleich vorweg zu sagen: Von Henry James kommt man nicht mehr los. Mein #JamesFever begann mit Die Kostbarkeiten von Poyton. Als der letzte Satz gelesen war, klappte ich das Buch zu und atmete tief durch. Obwohl ich viel lese, hatte der Roman eine Herausforderung…

Édouard Louis - Im Herzen der Gewalt (S.Fischer Verlag) | Nell Leyshon - Die Farbe von Milch (Eisele Verlag)

Sprach(GEWALT)ig: Louis & Leyshon

Im Herzen der Gewalt aus der Feder des jungen französischen Schriftsteller Édouard Louis und Die Farbe von Milch der britischen Dramatikerin und Autorin Nell Leyshon sind keine Bücher, mit denen man es sich lauschig macht. Beide Romane erzählen alptraumhafte Geschichten. Dennoch gehören sie zu jenen Büchern, die in…

Bernhard Schlink | Olga | Roman | Diogenes

Olga von
Bernhard Schlink

Lang ersehnt, steht er nun endlich in den Regalen: Der neue Roman von Bernhard Schlink. In Olga erzählt Bernhard Schlink die Geschichte einer starken Frau und einer großen Liebe. Schlinks Hauptfigur Olga ist klug und äußerst wissbegierig. Anders als andere junge Frauen, hat sie nicht nur Mode…

Henry James | Die Kostbarkeiten von Poynton | Manesse | Roman

Die Kostbarkeiten von Poynton von Henry James

Ein geschmackloses Souvenir, eine profane Wandbekleidung, ein stilloses Möbel. Alles Unästhetische vermag Adela Gereth, eine der Hauptfiguren aus Henry James‘ »Die Kostbarkeiten von Poynton« seelische Pein und beinahe körperliche Schmerzen zu verursachen. Ihr Besuch bei den Brigstocks in Waterbath gleicht deshalb dem Durchschreiten der von Dante…

Die vier besten Bücher 2017

Zu Weihnachten ein Buch!
Oder zwei oder drei!

»Du liest komische Bücher«, bemerkte vor vielen Weihnachten eine Freundin, ihr Weihnachtsgeschenk skeptisch in den Händen haltend. Ich hatte ihr »Die Kameliendame« von Alexandre Dumas geschenkt. Ein kleines-großes Stück Literaturgeschichte, das mich wenige Wochen zuvor hat Rotz und Wasser heulen lassen. Ein Buch zu verschenken ist,…

Leere Herzen von Julia Zeh | Rezension | Luchterhand

Leere Herzen von Juli Zeh

In Leere Herzen von Juli Zeh ist die Demokratie in Deutschland passé. Die „Besorgte-Bürger-Bewegung“ regiert das Land, die EU zerfällt, die Nato ebenfalls. Eine Zeit, in der das Unternehmen  von Britta und ihrem Geschäftspartner Babak floriert. Es trägt den harmlosen Namen „Die Brücke“, scheint an…

Rezension | Daniel Kehlmann | Tyll | Roman | Gegenwartsliteratur

Tyll von Daniel Kehlmann

In seinem Roman Tyll versetzt Daniel Kehlmann die Figur des berühmten und legendären Narren und Spaßmachers Tyll Ulenspiegel – besser bekannt als Till Eulenspiegel – in das frühe 17. Jahrhundert; mitten hinein also in die Frühe Neuzeit und die grässlichen Wirren des Dreißigjährigen Krieges. Kehlmanns »Tyll« – Spaßmacher oder Soziopath? Da…

Romeo oder Julia von Gerhard Falkner

Gerhard Falkner ist von Hause aus Lyriker. Sein Roman »Romeo oder Julia« ist für den Deutschen Buchpreis nominiert, der morgen verliehen wird. »Romeo oder Julia« – der Roman ist anders und etwas speziell. Worum geht es in Romeo oder Julia? Der Schriftsteller Kurt Prinzhorn reist…

Marion Poschmann - Die Kieferninseln

Die Kieferninseln
von Marion Poschmann

Marion Poschmanns Roman »Die Kieferninseln« (Suhrkamp Verlag) hat es auf die Shortlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises geschafft. Es ist der erste Roman, den ich von der diesjährigen Shortlist lese, aber es zeichnet sich ab: Die Jury wird es schwer haben. Im Klappentext heißt: „Im Teeland…

Schlafende Sonne von Thomas Lehr

Schlafende Sonne von Thomas Lehr

»Schlafende Sonne« von Thomas Lehr ist kein Buch für den Urlaub, kein Buch, das man vor dem Einschlafen liest und erst recht kein Buch für Zwischendurch. »Schlafende Sonne« ist mehr als anspruchsvoll, es ist abstrakt und eine Willensanstrengung für den Leser. Und dennoch: Kauft dieses…

Amélie Nothomb - Töte mich

Töte mich
von
Amélie Nothomb

»Töte mich« heißt der neue Roman von Amélie Nothomb (Diogenes) und der Name ist Programm: Die 17-jährige Sérieuse verlangt von ihrem Vater sie zu erschießen. In Übereinstimmung mit einer scheinbar wahnwitzen Prophezeiung.   Amélie Nothomb – die ich aus unerfindlichen Gründen immer mit Fred Vargas…

Shakespeare Adaption: Hexensaat von Margaret Atwood

Margaret Atwood adapiert in »Hexensaat« (Knaus Verlag) William Shakespeares »Der Sturm« auf grandiose und fesselnde Weise. Ein absoluter Pageturner! Felix Phillips steckt mitten in den fieberhaften Vorbereitungen zur Aufführung von William Shakespeares Stück Der Sturm, als ihn eine infame Intrige seines engsten Mitarbeiters Tony vom…

Alessandro Baricco - Die junge Braut

Die junge Braut
von Alessandro Baricco

Anarchie, Anarchie! Ich stelle mir vor, wie Gérard Genette, der Großmeister der Erzähltheorie, ob Alessandro Bariccos neuem Roman »Die Junge Braut« (Hoffmann & Campe) reagiert hätte. Hätte er applaudiert? Hätte er ein leises ‚tztztz‘ gezischt? Man hätte vorgewarnt sein können, denn Baricco lehrt an einer…

Vernunft und Gefühl von Jane Austen

Das spannendste Gesellschaftspiel im viktorianischen Englang war die Jagd nach einer guten Partie. Vermögen, Ansehen und Rang sind wichtige Kriterien bei der Wahl des zukünftigen Ehepartners. »Vernunft & Gefühl« (Manesse) erzählt die Geschichte von Marianne und Elinor Dashwood, zweier Schwestern, die ungleicher nicht sein könnten.…